Hohner XB-40

Howard Levy & die Hohner XB-40  

Hohner Special

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Howard Levy

Stirbt der Overblow?

Standard Richter Harmonica

Es ist klar:
Jeder, der Lage ist, Downbends zu kontrollieren, wird mit der Hohner XB-40 voll chromatisch spielen können.

Wird jetzt das Erlernen des Overblows überflüssig?
Howard Levy sagte uns am 19. April 2003 dazu sinngemäß folgendes:
Der Overblow ermöglicht, dass Töne auf der Diatonischen Mundharmonika erreicht werden können, die durch Downbends nicht machbar sind.
Das Wesentliche daran ist aber nicht nur die Erreichbarkeit der Töne, sondern die unmittelbare Kontrolle der Stimmzunge nach der Mundöffnung.




Dadurch, dass bei der XB-40 die Stimmzungen weit hinter den Kanalöffnungen liegen -durch eine Zwischenkammer und Ventile getrennt- ist die Luftsäule vor den Zungen länger, als bei den normalen Harps.
Howard hat uns schon im letzten Jahr in seinen Workshops darauf hingewiesen, dass Harmonikas mit versenkten Stimmplatten, bei welchen die Stimmzungen nur einige Millimeter tiefer angenietet sind, bereits ungünstiger anzublasen sind.
Es geht dabei nicht allein um das Erreichen der Overblows, sondern um die Tonkontrolle als Ganzes, die bei der XB-40 durch die tiefer liegenden Zungen und eine zusätzliche Mechanik in Form von Ventilen erschwert wird.

Howard Levy in Leipheim 2003 im Interview mit Harponline

It's a fact that the reeds of the XB-40 are situated a long way behind the channel entrance, parted by a separate chamber and the additional valves, therefore the air-column is longer than in a normal harp."

Howard has hinted in all his workshops that harmonicas with inlay reedplates, (those in which the reeds are rivited 1-2 mm deeper) are more unfavourable to blow. Fact is, not only is achieving an Overblow difficult , but the entire tone control itself becomes decreased by the deeper situated reeds and the mechanics of additional valves.


Allerdings gilt das in erster Linie im High-End-Bereich der Virtuosität.

Für den Durchschnittsspieler ist die die XB-40 auch nach Howards Meinung ein sehr interessantes Instrument, gerade weil das voll chromatische Spiel so einfach realisierbar ist.

Aber wer wird sich dann noch auf den mühevollen Weg machen, Overblows zu erlernen?
Die Reaktion der breiten Masse der Spieler auf diese Mundharmonika wird ein interessanter Aspekt für die Zukunft der Diatonischen Mundharmonika sein. Es bleibt also spannend?
Nicht für Howard. "I'll never gonna play this.." rief er in gespieltem Entsetzen, bevor er sich mit uns hinsetzte, um uns lachend zu erklären, warum für seine Technik die XB-40 absolut nichts bringt.


Howard Levy in Leipheim 2003 im Interview mit Harponline

Information:

Howard Levy spielt Standard Tuning Richter Harmonikas (keine speziellen Stimmungen!), verbessert von Joe Filisko aus Joliet, Illinois, USA.


Er benutzt ein Sennheiser 441 Mikrofon auf einem Ständer oder ein in der Hand gehaltenes Mikro Shure Beta 57A. For amplification he uses any guitar amplifier, preferring a tube amp, f.e. a Fender Blues Junior, or a Twin Reverb with a bit reverb as a single effect. In Leipheim/Germany he played on a borrowed Hughes & Kettner guitar amp.

Howard Levy in Leipheim 2003 im Interview mit Harponline
Howard Levy in Leipheim 2003 im Interview mit Harponline Howard Levy in Leipheim 2003 im Interview mit Harponline

Als Verstärker nimmt er Gitarrenverstärker, bevorzugt Röhrenverstärker. Auf den Touren die von Harponline begleitet wurden spielte er über den bei Harponline entwickelten Krüger Harp Amp (Abb. oben Mitte)

Howard lernte zuerst Klavier spielen und denkt sich beim Spielen die Klaviertastatur. Er hat diese gedanklich auf alle seine Mundharmonikas übertragen und spielt durch sämtliche Stimmungen voll chromatisch nach Noten oder frei.

Allein durch diesen Ansatz unterscheidet er sich von den meisten anderen Harmonikaspielern, die sich assoziativ und von den "fehlenden" Tönen auf der Richter Mundharmonika geleitet an ihren Spielstil herangetastet haben.

Howard benutzt verschieden gestimmte Mundharmoniks nur, um tiefere oder höhere Töne erreichen zu können oder eine bestimmte Klangfarbe zu erzeugen. Er nutzt dabei die verschiedenen Positionen die auf der Mundharmonika möglich sind aus. Gelegentlich nimmt er dabei noch ein Trinkglas zu Hilfe, ähnlich, wie die Trompeter einen Dämpfer


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