Hohner XB-40

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Test

Hohner XB-40


Gleich vorneweg: Diese Harp hält genau das, was die Werbung verspricht:

Durch Down-Bending sind alle Töne der Tonleiter tatsächlich erreichbar und das genau so mühelos, wie man das von den Bends der unteren Skala gewöhnt ist. Dies bedeutet, dass jeder Anfänger nach spätestens 4 Wochen intensivem Üben voll chromatisch spielen kann.

Wenn dies beim Erlernen konsequent umgesetzt wird, so wird dieses Instrument auch eine neue Spielergeneration hervorbringen, die in der Melodieführung nicht mehr dem typischen Charkter der Bluesharp verpflichtet sein wird.
Zumindest dürfte dies die Vision gewesen sein die Rick Epping beim Entwurf dieser wirklich genialen Weiterentwicklung der traditonellen Richterharp im Kopf gehabt haben dürfte.

Das Spielgefühl ist nur geringfügig anders, als gewohnt. Die Hohner XB-40 liegt -anders, als das vergrößerte Aussehen vermuten läßt- sehr leicht in der Hand. Die Kanäle haben größere Abstände, auch das ist etwas gewöhnungsbedürftig. Beim Spielen braucht man gleiche Luft wie gewohnt. Der Ton ist laut und etwas mit dem der Suzuki Overdrive vergleichbar. Für reines akustische Spiel sehr geeignet. Die Bends kommen sauber und sind fein und genau dosierbar. Die Ansprache ist gut. Dennoch bemerkt man bei schnellen Passagen die Ventilierung. Hier ist das Spielgefühl exakt, wie auf einer chromatischen Mundharmonika.
Wer bereits mit ventilierten Bluesharps gespielt hat wird diesen Effekt kennen.

Ob man diese neue Harp unbedingt braucht, sei dahingestellt. Aber sie macht für Leute, die schnell zum chromatischen Spiel auf der Diatonischen Harmonika kommen wollen das Erlernen der Overblows mitsamt der Einschränkungen, die das enge Einstellen der Löseabstände mit sich bringt, überflüssig.

Was John Gindicks Einschätzung angeht dass dieses Instrument die Mundharmonikawelt für immer verändern würde:

Es hat sich herausgestellt dass dem nicht so war.
Wer diese Harp spielt muss sich einen Blas-Zieh-Ablauf aneignen den nur dieses Instrument wiedergeben kann.
Der Markt für diese Käuferschicht ist aber relativ klein. Darüberhinaus ist dieses Instrument wesentlich komplizierter gebaut und deswegen auch sehr teuer. Auch dies limitiert den Käuferkreis.

Deswegen kann man nach 4 Jahren XB-40 sagen, dass dieses Instrument die Mundharmonikawelt bereichert, aber keineswegs revolutioniert.hat.


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